Geschichte

Am 23. Mai 1863 wurde der „Allgemeine Deutsche Arbeiterverein“ (ADAV) gegründet. Dies war Geburtsstunde der Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist also im Jahr 2013 150 Jahre alt geworden.

Ab 1870 finden sich in der Lokalzeitung Anzeigen eines Herforder Vertrauensmannes des ADAV, der zu einem Treffen einlud. Die Sozialistengesetze, mit denen Staat und Unternehmertum zwischen 1878 und 1890 „gegen die Bestrebungen der Sozialdemokratie“ vorgingen, machten es der Arbeiterbewegung jedoch schwer. Wer sozialdemokratische Veranstaltungen besuchte, das Wort ergriff oder gar für sozialdemokratische Ideen warb, wurde dem Landrat gemeldet. Der forderte dann nicht selten den Arbeitgeber auf, den betreffenden Arbeitnehmer zu entlassen. Für die Menschen war das existenziell bedrohlich.

Auch viele Ortsvereine der SPD in der Gemeinde Hiddenhausen blicken auf eine lange, teilweise über 100jährige Geschichte zurück. Die Parteifahne des SPD-Ortsvereins Eilshausen gibt z.B. das Jahr 1905 als Gründungsdatum an. In Schweicheln wurde im Jahre 1910 eine Ortsgruppe der Sozialdemokraten gegründet. Zeitgleich gründeten auch Bermbecker Bürger eine Ortsgruppe. Die beiden Ortsgruppen schlossen sich 1. April 1950 zum Ortsverein SPD-Schweicheln-Bermbeck zusammen.

Den SPD-Gemeindeverband Hiddenhausen gibt es erst seit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969, bei der die Gemeinde Hiddenhausen mit ihren sechs Ortsteilen Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen, Oetinghausen, Schweicheln-Bermbeck und Sundern gegründet wurde. Zuvor waren die Ortsteile eigenständig und gehörten zum Amt Herford-Hiddenhausen.

Gegründet wurde der SPD-Gemeindeverband am 11. Dezember 1968 von 12 Vertretern aus allen sechs Ortsvereinen, zum ersten Vorsitzenden wurde Kurt Heidhölter aus Schweicheln-Bermbeck gewählt. Hiermit wurde für die Ortvereine eine gemeindeweite kommunalpolitische Plattform geschaffen, im Gründungsprotokoll heißt es:

„Der Vorsitzende schloss die Konferenz mit dem Bekenntnis […], dass der Gemeindeverband die Interessen der neuen Gemeinde Hiddenhausen vertreten werde und bestrebt sein wird, egoistische Dorfpolitik zu verhindern.“

Im ersten Hiddenhausener Rat, der am 23. März 1969 gewählt wurde, bekamen die Hiddenhausener Sozialdemokraten die absolute Mehrheit (58,33 %). Die CDU kam auf 37,72, die FDP auf 3,95 Prozentpunkte. Erster Bürgermeister wurde Wilhelm Feld. Jener wurde noch nicht, wie heute, direkt von den Bürgerinnen und Bürgern, sondern vom Rat gewählt. Helmut Kolbe wurde Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Die Vorsitzenden:

1969-1971:
Kurt Heidhölter, Vertreter: Dr. Wolfgang Ulrich, Günter Meyer zur Heide

1971-1973:
Günter Meyer zur Heide, Vertreter: Heinz Ahlert, Fritz Riepe

1973-1974:
Günter Meyer zur Heide, Vertreter: Heinz Ahlert, Kurt Heidhölter

1974-1976:
Harry Rieso, Vertreter: Kurt Heidhölter, Fritz Riepe

1976-1978:
Harry Rieso, Vertreter: Ewald Inderlith, Fritz Riepe

1978-1979:
Harry Rieso, Vertreter: Hans-Peter-Kloos, Fritz Riepe

1979-1982:
Ulrich Ewering, Vertreter: Fritz Riepe, Harry Rieso

1982-1985:
Ulrich Ewering, Vertreter: Harry Rieso, Ghassan Bibi

1985-1990:
Ulrich Ewering, Vertreter: Karl-Heinz Heibrock, Horst Weidner

1990-1992:
Karl-Heinz Heibrock, Vertreter: Ulrich Ewering, Gudrun Müller-Riemann

1992-2004:
Karl-Heinz Heibrock, Vertreter: Ulrich Ewering, Christiane Möller-Bach

2004-2010:
Karl-Heinz Heibrock, Vertreter: Ulrich Ewering, Barbara Schröder

2010-2014:
Karl-Heinz Heibrock, Vertreter: Ulrich Ewering, Sabine Kittner

2014-2016:
Christiane Möller-Bach, Vertreter: Ulrich Ewering, Sabine Kittner

seit 2016:
Christiane Möller-Bach, Vertreter: Ulrich Ewering, Andreas Hüffmann

Hiddenhauser SPD-Geschichte: Wahlplakate und -material

Die (Wahl-)Kämpfe vergangener Jahre: SPD-Wahlplakate und -material aus der Vergangenheit bis heute bei flickr

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