Leben und Wohnen im Alter - Hiddenhauser Gespräch
“Wir werden immer älter und machen uns Gedanken darüber, wie wir im Alter wohnen wollen”, meinte Christiane Möller-Bach, Vorsitzende des SPD Gemeindeverbandes Hiddenhausen und Moderatorin des Abends. Der Einladung zum Thema “Leben und Wohnen im Alter”, in den Treffpunkt Sundern, waren über 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger gefolgt.
Bürgermeister Andreas Hüffmann hob unter anderem hervor, dass Hiddenhausen sechs intakte Dörfer mit einem Angebot an Kindergärten, Grundschulen und einem offenen Ganztag hat. In Hiddenhausen stehen Möglichkeiten wie das Haus Stephanus und weitere Pflegeeinrichtungen, Betreutes Wohnen, Tagespflege und Service Wohnen für die älter werdenden Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Verfügung. „Der Wunsch im Alter ist es, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben und danach eine Möglichkeit zu haben, weiter in meinem Dorf zu bleiben“, erläuterte Hüffmann. Und dieser Nachfrage, gerecht zu werden, entstehen Wohnungen am Sportplatzweg in Hiddenhausen und kleinere Wohneinheiten an der Goethestraße in Lippinghausen.
Das evangelische Johanneswerk Bielefeld betreibt fünf stationäre Einrichtungen für 470 Menschen im Kreis Herford. Außerdem gibt es 28 Wohnungen neben dem Haus Stephanus in Lippinghausen als Service Wohnen. Anja Zimmermann, Geschäftsleiterin für die Region Herford ging auf die aktuellen Problematik ein. „Wir können im Moment nicht alle Plätze belegen, da es uns nicht gelingt, ausreichend Personal zu gewinnen. Der Personalmangel ist eigentlich unverständlich, der die Verdienstmöglichkeiten nach der Ausbildung bei circa 4000 € im Monat liegen. Dieses ist aber kaum bekannt und wird in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Die Pflege ist besser als ihr Ruf und wird auch besser bezahlt“.
In Hiddenhausen gibt es inzwichen auch einen Einkaufsbus, speziell für ältere Menschen. Dazu Andreas Hüffmann: „Der Einkaufsbus fährt jeden Donnerstag und ist kostenfrei. Das Ziel kann selbst bestimmt werden und der Bus fährt in jeden Ortsteil. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung“. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro unter der Tel.-Nr. 05221/964 – 230 entgegen.
Wir sind an diesem Abend ins Gespräch gekommen. Wir nehmen viele Ideen und Anregungen mit in unseren politischen Alltag und bedanken uns ganz herzlich bei allen, die sich die Zeit genommen haben mit uns zu diskutieren.

