SPD-Gemeindeverband Hiddenhausen
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Hiddenhauser Gespräch - Fahrrad-Mobilität, Radwegenetz

 „Für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur ist schon einiges getan worden, aber das meiste an Arbeit liegt noch vor uns“, fasste unsere Vorsitzende des Gemeindeverbandes Christiane Möller-Bach die Ergebnissse des Hiddenhauser Gesprächs zusammen.
Unserer Einladung sind einige Bürger gefolgt. Für die Impulsreferate konnten wir drei hochkarätige Referenten gewinnen. Birgit Rehberg vom Kreis Herford, Dr. Peter Dobrindt vom Allgemeinen deutschen Fahrrad Club und den Hiddenhauser Bürgermeister Andreas Hüffmann. Die drei Referenten beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. 
Dr Peter Dobrindt stellte in den Mittelpunkt, „ dass die Leute Fahrrad fahren möchten, aber sie möchten auch sicher fahren.“ Die Alltagsstrecken sind gut geeignet für eine Entfernung von 2-10 km, Strecken darüber hinaus werden von den Freizeitradlern genutzt. Er stellte auch den Nutzen von Elektroautos den Elektrofahrrädern gegenüber. „ Während Elektroautos auf 100 km 18 KW Energie verbrauchen, können mit einem Elektrofahrrad das einen 500 Wh Motor hat 36 Menschen 100 km fahren. Das zeigt, dass die energetische Nutzung von Elektrofahrrädern sehr effektiv ist“. Der Mobilitätsanteil der Fahrradfahrer in Deutschland liegt bei 11 Prozent, in den Niederlanden dagegen bei 25 Prozent. Um Spaß am Fahrrad fahren zu haben, ist es unabdingbar geschützte Radfahrstreifen zu schaffen. Als gutes Beispiel nannte er den geschützten Kreisverkehr auf der Bünder Straße, an der Brauerei im Sundern.
Der Kreis Herford ist im Moment dabei ein Mobilitätskonzept zu erstellen. Ein Freizeitroutennetz gibt es bereits. Dazu Birgit Rehberg, Leiterin der Stabsbereich für Kreisentwicklung und Klimaschutz: „Gemeinsam mit den Kommunen sind wir momentan dabei einen interkommunalen Radweg von Herford über Hiddenhausen nach Bünde zu konzipieren. Er soll nicht neben den viel befahrenen Autorouten verlaufen und eine echte Alternative darstellen“. Das Alltagsradwegenetz hat eine Gesamtlänge von 320 km. Eigentümer dieses Radwegenetzes sind der Bund, das Land NRW, der Kreis Herford und die Städte und Gemeinden. „ Um hier gemeinsame Lösungen zu erzielen, sind viele Gespräche und Koordinationen erforderlich“, meint Birgit Rehberg. Um zu verdeutlichen, dass das Radfahren einen Schwerpunkt im Kreisgebiet darstellt, hat der Kreis einen Antrag gestellt, „Fahrrad freundlicher Kreis“ zu werden.
Für die Gemeinde Hiddenhausen, stellte Bürgermeister Andreas Hüffmann die aktuellen Überlegung dar.  "Beim Umstieg vom Auto auf das Fahrrad ist noch viel Luft nach oben." Die Dorfstraße von Lippinghausen nach Sundern soll als Fahrradstraße umgestaltet werden. Damit wird ein 4 km langes Teilstück, dass Bestandteil des interkommunalen Radweges von Herford nach Bünde ist, vorab fertig gestellt. Die Umbauarbeiten an der Schweichelner Straße von Lippinghausen nach Schweicheln-Bermbeck, die eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer bringen, sollen in diesem Jahr beginnen.
„Fahrrad, Fußgänger, öffentlicher Personennahverkehr und Auto tragen die Mobilität. Wir müssen dafür sorgen, dass Mobilität Klima- und umweltgerecht stattfindet. Dabei ist jede*r Einzelne aufgerufen, sein Verhalten zu überprüfen" fasste Christiane zusammen.